9. - 12. März 2010
Die verschlafene Stadt Třeboň liegt in der malerischen südböhmischen Landschaft. Wegen der überaus vielen Wasserflächen wird sie auch als „Stadt der Teiche“ bezeichnet. Třeboň und Umgebung stehen unter dem Schutz der UNESCO.
Das Renaissanceschloss, der historische Stadtkern, ausgedehnte Parks und der berühmte Teich Svět (Welt) – das alles verleiht der Stadt eine einzigartige Atmosphäre und diese spezielle Ausstrahlung. Třeboň ist für die jahrhundertlange Tradition der Fischzucht berühmt. Deshalb kann man in den regionalen Restaurants unter zahlreichen Delikatessen aus den hervorragenden Karpfen aus Třeboň wählen.
Und das haben wir am ersten Abend dann auch gleichmal gemacht - der Karpfen wird hier allerdings mit Speck, Knoblauch und Kümmel gewürzt und gekocht!!! Fisch mit Kümmel! Prädikat: sehr gewöhnungsbedürftig!!!!!
Dafür haben die lockerflockigen böhmischen Knödel wieder alles wett gemacht!
Sehenswürdigkeiten in Třeboň
"Schwarzenberská hrobka" - Schwarzenberg Gruft
Das Grabmal der Familie Schwarzenberg ist eine der architektonisch bemerkenswertesten denkmalgeschützten Bauten Südböhmnes. Sie befindet sich im Park der südöstlichen Seite des Teiches
Eine Besonderheit ist, dass sich die eigentliche Gruft unterhalb des Niveaus des Geländes und auch des Wasserspiegels des Teiches
saukalt ... aber echt schön!
"Pivovar Bohemia Regent" - Bierbrauerei Regent
Eine der ältesten Bierbrauereien der Welt mit einer langjährigen Tradition. Die ursprüngliche alte Burgbrauerei wurde durch eine neue Brauerei ersetzt, die durch den Umbau der ursprünglichen Rosenberger Rüstkammer entstand. Der Bierbrauerei-Handelsname ist durch die Persönlichkeit Jakub Krčín von Jelčany inspiriert, er war der Regent von Vilhelm von Rosenberg (Rožmberk).
Das Bier wird hier übrigens in "Grad Stammwürze" bestellt! ... natürlich musste das von uns getestet werden! ;-)
http://www.pivovar-regent.cz/de/i_pivovar.html
Auch in diesem urigen Bierbeisl haben wir die typische böhmische Küche mal verkostet. Es ist durchaus spannend, wenn man mit einer Menükarte bestellt, die man nicht lesen kann. Resultat: Leberkäse! ;-) ... ich hatte mit meinem Graf Schwarzenberg-Schnizi mehr Glück. :-)
Stadtspaziergang ...
Altes Rathaus mit Turm ... angeblich soll man von hier oben einen tollen Blick über die umliegende Landschaft haben ... leider haben die kuriosen touri-büro-öffnungszeiten das nicht zugelassen. ;-)
Das ****Renaissance-Hotel: "Zlata Hvezda" - Goldener Stern
wunderschönes Zimmer
Blick auf den verschneiten Hauptplatz "Masarykovo náměstí" mit der barocken Mariensäule.
Alles in allem: Třeboň ist eine Reise wert, vor allem wenn man mal eine Auszeit braucht! Man kann in diesem herrlich verschlafenen Dörflein die wunderbare böhmische Küche geniesen. Sucht man das Shoppingvergnügen ist man hier komplett an der falschen Adresse. Die kleinen versteckten Läden und Boutiquen in Hinterhöfen und Seitengassen haben wir erst nach der dritten Spazierrunde entdeckt. Verirrt sich dennoch mal ein Kunde in so ein Geschäft wird er dafür sehr gastfreundlich empfangen & bedient.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen